ADAC Bördesprint 3. Lauf 23. Juni 2017

Am Freitag, 23.6.2017 zog es den Bördesprinttross wieder nach Oschersleben zur Motorsportarena.

Liebe Motorsportfreunde, 

Am Freitag, 23.6.2017 zog es den Bördesprinttross wieder nach Oschersleben zur Motorsportarena. Bei bestem Racingwetter sollten die beiden Renen des 3. Laufs gefahren werden. Organisiert wurde das Event von den erfahrenen Kollegen des VCB Berlin im ADAC. Für den VCB war es der 50. Bördesprint seit 1992. 

Nach dem Pech im 2. Lauf am 9. April 2017 sollten die Vorzeichen diesmal positiv sein. Bei Rennen eins dieses Laufes im April zeigte sich wieder einmal wie anspruchsvoll die Passage der Startkurve ist. Am ersten Ludwigteller wurde der Platz knapp und der Ford Fiesta mit Daniel Niermann am Steuer traf den Audi 80 Quattro von Hauke Weber. In der weiteren Folge traf die Front des Audi im 90 Grad Winkel mit der Front des VW Polo von Michael Meyer zusammen der sich zuvor durch das Auffahren von Hauke Weber quer gestellt hatte. Dabei wurde die Hinterachse und in der Folge die Front von Michaels Polo stark zerstört. Da gab es jede Menge Arbeit bis zum dritten  Rennen um das Fahrzeug wieder fit zu machen.

Wir sind am Vorabend nach Oschersleben angereist und haben unsere Box 11 bezogen. Nach der Vorstellung beim technischen Kommissar haben wir das Fahrzeug für die Rennen am Freitag vorbereitet.

Das Wetter am Renntag war hervorragend, so konnte es dann morgens auf neuen Slicks ins WarmUp gehen. Um 09:30 Uhr wurde es dann Ernst: Qualifying. Das Ergebnis war Top. Michael hat die mit Abstand schnellsten Rundenzeiten in der Klasse 43 in den Oscherslebener Asphalt gebrannt. Nach diesem ersten Erfolg kam das Auto an die Box zum Tanken und Rädertausch von vorn nach hinten. Doch dann der Schreck: Warum wackelt das hintere linke Rad? Diagnose: Radlagerschaden. Wahrscheinlich noch eine Folge des Unfalls vom 2. Lauf im April. Jetzt musste alles ganz schnell gehen. Michael ist mit Maxi Karsten zu einem KFZ-Teile-Händler nach Oschersleben gefahren um ein Radlager zu besorgen und ich bin mit der Demontage angefangen. Wir hatten nur 20 Minuten Zeit. Als dann alles wieder Zusammen war hatte es 22 Minuten gedauert. Die Boxenampel war Rot.  Somit musste Michael aus der Box starten nachdem der Ampelstart des übrigen Feldes vollzogen war. Er musste also dem Feld hinterher hasten. Doch dabei hatte er in den nun folgenden 18 Runden einige Überraschungen parat: alle Mitbewerber der Klasse 43 wurden überholt und in der Gesamtwertung ging es noch bis auf Platz 18 nach vorn. Ein wahrer Husarenritt und ein überglückliches Team.

Rennen zwei war zwar weniger Spektakulär aber genauso erfolgreich. Ergebnis: Klassensieger Klasse 43, Gesamt auf 13. Auf den Plätzen vor ihm waren nur noch Fahrzeuge aus den leistungsstärkeren Klassen und auch der Abstand auf Nicolas Hille auf der 12 mit seinem BMW 325i, der fast 100 PS mehr hat wie Michaels Polo, war nur wenige Zehntel Sekunden.

Bei den Rundenzeiten konnte Michael sich wieder stak verbessern. Die neue persönliche Bestzeit lautet nun 1:48,939 Minuten. In der Meisterschaft belegen wir mit 1375 Punkten zur Zeit einen sehr starken dritten Platz. Weiter geht es nach der Sommerpause am 14. September wieder in Oschersleben. 


Bei der Siegerehrung gab es vom Rennleiter Dr. Rottenberg aus Berlin dann einen großen Pokal für den Klassensieg und zum 50. Bördesprint des VCB eine kleine Flasche Sekt.


Ein paar Infos zum Fahrzeug und zur Rennserie:

Der VW Polo GTI Cup: Das Auto wurde von VW Motorsport für die Nachwuchsserie VW Polo Cup im Rahmen der DTM 2006-2009 aufgebaut. Es wird angetrieben von einem modifizierten 2 Liter FSI Aggregat aus dem VW Golf mit 110 kW (150 PS). Das Getriebe ist handgeschaltet und verfügt über 6 Gänge und eine Sintermetall Rennkupplung. Das Fahrwerk stammt von H&R und Boge und wurde für dieses Fahrzeug speziell für den Renneinsatz entwickelt. Das fahrfertige Gewicht beträgt 1060 kg. Das Fahrzeug erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 215 km/h. Für die Sicherheit ist ein Käfig von Wiechers, ein Recaro Rennsitz, 6 Punkt Gurte von Sabelt, eine automatische Feuerlöschanlage und natürlich auch Airbags und ABS an Bord. Gefahren wird auf Rennslicks von Hankook in der Dimension 210/610R17 auf ATS Alu-Rädern. Die Bremsanlage stammt aus dem VW Golf R32 und ist damit sehr groß dimensioniert. Michael trägt feuerfeste Kleidung von der Unterwäsche bis zum Rennoverall, Helm und das aus der Formel 1 bekannte H.A.N.S System, das Nackenverletzungen verhindern soll. 

Michael wird mit diesem Auto auch 2017 in der nationalen Tourenwagenmeisterschaft ADAC Bördesprint antreten. In dieser Meisterschaft  starten bis zu 40 Autos pro Rennen. Diese Autos starten in verschiedenen Klassen und es sind völlig verschiedene Fahrzeuge dabei: Mercedes SLS GT mit über 600 PS, schnelle Porsche, McLaren, TCR Autos, Renault Clio RS und auch unsere VW Polos. Er startet wie gewohnt für den AC Vechta e.V. und den ADAC Weser-Ems. Der Kalender für 2016 umfasst 9 Termine. An jedem Renntag werden 3 einzeln gewertete Rennen ausgetragen. 2 sogenannte Sprintrennen über je 30 Minuten und ein 2 Stunden Langstreckenrennen. Die Rennen finden jeweils Samstags, ausnahmsweise auch Freitags, statt. Alle Läufe werden auf der Motorsportarena in Oschersleben ausgetragen.

An dieser Stelle möchten wir uns ganz besonders für das finanzielle Engagement unserer Sponsoren bedanken, ohne die diese Saison so nicht  möglich sein wird. Ein besonderer Dank gilt auch unserem Medienpartner, der OV am Sonntag und der Oldenburgischen Volkszeitung für die ausführlichen Berichte und dem AC Vechta e.V.